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Radius Umwelt Energie 2016

40 05/2016 Der Vergleich macht sicher Drei baugleiche Häuser am gleichen Standort mit verschiedenen Materialien werden im Salzburger Land vom Bauträger „Die Salzburg“ errichtet – mit dem Ziel, nach Fertigstellung Baukosten mit Energie-Effizienz zu vergleichen. Jeder Vergleich zwischen verschiedenen Haustypen und Materialien hinkt. „Die Salzburg“ errichtet jetzt drei und lässt Wissenschaftler die Unterschiede messen. Wenn es beispielsweise um den Energieverbrauch eines Hauses geht, dann sind schnell Zahlen zur Hand. Damit wird aufgezeigt, wie viel man sich ersparen könnte, wenn dieser oder jener Baustoff, dieses oder jenes Hauskonzept oder diese oder jene Heizform verwendet würden. Das Problem: Es gibt keine seriösen Vergleichswerte, weil jedes Haus individuell ist. Dazu kommt noch das persönliche Verhalten der Bewohner, das auch die schönsten Einsparungswerte über den Haufen wirft. Vergleichsdaten werden wissenschaftlich ermittelt Die Wohnbaugenossenschaft „Die Salzburg“ will solche Vergleichsdaten nun wissenschaftlich erheben lassen. Markus Sturm, Geschäftsführer „Die Salzburg“: „Wir haben ein Projekt entwickelt, das vorsieht, drei völlig gleiche Objekte auf dem gleichen Bauplatz nebeneinander zu errichtet – eines in herkömmlicher Massivbauweise, eines in Holzbau und ein Hybridhaus mit Betonkernaktivierung.“ Errichtet wird das Dreigestirn auf den Bernhofergründen in Kuchl. „Wir untersuchen dabei einerseits die Errichtungskosten, andererseits die Instandhaltungs- und Betriebskosten. Und schließlich werden auch noch die Lebenszykluskosten ermittelt“, ergänzt Projektleiterin Carmen Werner-Schubert. Begleitet wird das Projekt wissenschaftlich von der Fachhochschule in Kuchl sowie der Bauakademie und Pro Holz. „Bisher gab es nur thermische Gebäudesimulationen“, erklärt Sturm, jetzt wolle man „Echtzeitdaten“. Um möglichst klare Werte zu bekommen, soll ein konstruktiver Sonnenschutz ohne außen liegende Beschattungskonstruktionen umgesetzt werden. Eine Kombination aus besten Materialien Die größte Herausforderung ist laut Sturm sicherlich das Hybridhaus. Hier soll das Beste aus verschiedenen Baumaterialien vereint werden. Deshalb wird das Haus als Holzbau mit Betonkernaktivierung ausgeführt. Das bedeutet, dass damit im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden kann. „Während Beton große Spannweiten und individuelle Raumgrößen zulässt, bieten bewährte Lösungen wie eine Massivholzaußenwand neben der guten Wärmedämmung und Holzbau-Vorfabrikation auch durch die Sichtholzflächen eine wohnliche Atmosphäre“, betont Werner-Schubert. „Die hohe Vorfabrikation ermöglicht eine luftdichte Konstruktion, was bei gut gedämmten Gebäuden entscheidend ist. Die Betondecke dagegen bringt durch ihre Masse gute Schalldämmwerte und eine ideale Grundlage für das Heizen mit Bauteilaktivierung.“ FH-Prof. Thomas Reiter: „Gebäude in Holz-Hybrid-Bauweise bieten ausreichend Energiespeicher in Form von Betonkern und Bauteilen wie Geschossdecken, Fundament und Wände. Diese vorhandenen Speichermassen können auch genutzt werden, um Energie zu sparen. Durch die Aktivierung von Betonbauteilen wie Böden, Decken oder Wänden können sowohl im Winter als auch im Sommer eine gleichmäßige Temperatur und ein angenehmes Raumklima geschaffen werden.“ Erfahrungen mit dieser Technik gibt es schon, vor allem bei Gewerbe- und Gemeindebauten. In Salzburg wurde diese Technologie im Gemeindezentrum in Hallwang, bei den Landesberufsschulen in Bruck an der

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