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Radius Eishockey 2016

6 SPORT B 2016 EBEL: HCB Südtirol Alperia in der Regel sehr lange sportlich und finanziell interessantere Angebote ab. Erst wenn sich alle Türen geschlossen haben, sind sie eventuell bereit, einen Vertrag in Bozen zu unterschreiben. „Wir können erst dann zu essen beginnen, wenn die anderen Teams schon satt sind“, hat Knoll einmal gesagt. Ende Juli, Anfang August wurden die Medien und Fans zwar täglich mit Neuverpflichtungen bombardiert, dennoch war der Kader bei Redaktionsschluss dieses Sonderheftes noch nicht komplett. Schließlich war der Verein noch auf der Suche nach einem linken ausländischen Verteidiger. Trotzdem: So früh hat der HCB bisher noch nie die Mannschaftszusammenstellung abgeschlossen. Ob das ein gutes Omen ist, werden die nächsten Monate zeigen. Ein gutes Omen könnte jedenfalls die Tatsache sein, dass die Pokel-Schützlinge so wie 2013 mit einem Auswärtsspiel gegen Innsbruck in die Saison starten und das eventuell 7. Finalspiel am 13. April 2017 ausgetragen werden würde. Zur Erinnerung: Am 13. April 2014 schrieb der HCB Südtirol in Salzburg Geschichte, als er als EBEL-Neuling auf Anhieb den Meistertitel gewann. Trainer Tom Pokel geht in seine 3. Saison Die 1. Amtshandlung von Dieter Knoll im Hinblick auf den bevorstehenden Winter war die Bestätigung des Trainers. Bereits am 17. März setzte Tom Pokel die Unterschrift unter den Ver- Tom Pokel trag. Für den ehemaligen italienischen Nationaltrainer ist Bozen längst zur 2. Heimat geworden. Der US-Amerikaner passt zum HCB wie die Faust aufs Auge und umgekehrt. „Für mich ist der HCB Südtirol nicht nur ein Job sondern eine Berufung“, hatte Pokel nach der Vertragsunterschrift gesagt. Er war im Sommer 2013 nach einer erfolgreichen Saison beim HC Alleghe zum HCB gestoßen. Nach dem Gewinn des Meistertitels lockten die Vienna Capitals den Erfolgstrainer nach Wien. Dort wurde dieser aber nicht glücklich, musste vorzeitig gehen und kehrte im vergangenen Sommer wieder nach Bozen zurück. Der US-Amerikaner mit Wohnsitz in Dornbirn ist ein erstklassiger Taktiker, der es immer wieder versteht, auch während eines Spiels sein System jenem des Gegners anzupassen. Pokel legt großen Wert auf Disziplin und behandelt alle Spieler gleich. Wenn jedoch einmal ein Crack bei ihm in Ungnade gefallen ist, dann hat dieser beim Motivationskünstler für immer einen schweren Stand. Bei der Spielersuche weiß Pokel ganz genau, was er will und welchen Spielertyp er braucht. Zuletzt hat er so manchen Nobody nach Bozen gelotst, wo dieser den Durchbruch schaffte (zum Beispiel Sebastien Piché oder Rick Schofield). Pokel versteht es ausgezeichnet, den richtigen Umgang mit den Fans und auch mit den Medien zu pflegen. Kritiker sagen ihm oft Selbstverherrlichung nach, was jedoch nicht stimmt. Im Gegenteil: In kritischen Momenten stellt sich der 49-Jährige stets vor seine Spieler. In den Spielzeiten 2013/14 und 2015/16 feierte der HCB unter Pokel 73 Siege, während von den 127 Spielen deren 54 verloren gingen. Den Stamm bilden die einheimischen Spieler Vom Vorjahr wurden 6 einheimische Spieler bestätigt. Diese bilden auch den Stamm der heurigen Mannschaft. Kapitän Alexander Egger führt die Südtiroler Fraktion an. Der 36-Jährige ist seit Jahren der Leitfuchs bei Alexander Egger den „Foxes“, der mit seiner Klasse und seinem Charisma auf und neben dem Eis Vorbildfunktion hat. Der Nationalverteidiger streifte 724 Mal das weiß-rote Trikot über, gewann mit Bozen 4 Meistertitel, 2 Pokalsiege, 3 Superpokale und im Jahr 2014 den EBEL-Meistertitel. Ist Egger, der ursprünglich Mittelstürmer war, ein eher offensiv ausgerichteter Defensivspieler, so ist Hannes Oberdörfer die defensive Antwort darauf. Der 27-jährige Vinschger war in den vergangenen 4 Jahren eine fixe Größe im Bozner Abwehrverbund und mauserte sich zu einem der Publikumslieblinge. Die Markenzeichen von „Obi“ sind die solide Defensivarbeit, die gute Spiel-

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