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Radius Alpine Technologien 2016

48 07/2016 gesundheit Wintersonne als Therapie Mit der Zeitumstellung im Herbst wird es schon um etwa fünf Uhr nachmittags dunkel. Der Lichtmangel schlägt vielen Menschen aufs Gemüt: Sie leiden unter Antriebslosigkeit, erhöhtem Schlafbedürfnis und Heißhunger bis hin zu Depressionen. Eine Lichttherapie und Bewegung im Freien können helfen. Durch den Beginn der dunklen Jahreszeit geraten die Zellen des Körpers aus dem Takt. Sogar in feinen Zellstrukturen lassen sich Veränderungen nachweisen – ein Hinweis für Wissenschaftler, dass zwischen Dunkelheit und der Anfälligkeit für Infektionen ein Zusammenhang bestehen kann. Lichtmangel löst mehrere ungünstige Prozesse im Körper aus: es fehlt an Botenstoffen wie dem Glückshormon Serotonin; das Schlafhormon Melatonin wird vermehrt ausgeschüttet; ein Mangel an Vitamin D kann entstehen. Lichttherapie hilft bei Winterdepressionen Gegen Winterdepressionen kann eine Lichttherapie helfen. Dabei nehmen die Augen Licht mit möglichst hohem Blauanteil auf – entweder bei einem Spaziergang oder mit einer Tageslichtlampe: Professionelle Lichttherapiegeräte verwenden ein Tageslichtspektrum mit einer Stärke von mindestens 10.000 Lux und kosten 100 bis 200 Euro; bei einem Spaziergang an der frischen Luft beträgt die Lichtstärke selbst an trüben Wintertagen 2.500 Lux und liegt damit über den 500 bis 600 Lux in Innenräumen. Ursachen für Winterdepression Der menschliche Körper folgt einem biologischen Rhythmus. Vor allem der Schlaf-Wach-Rhythmus wird dabei über den Lichteinfall im Auge reguliert. Wenn weniger Licht ins Auge fällt, schüttet die Zirbeldrüse das schlaffördernde Hormon Melatonin aus. Da die Lichtintensität im Winter insgesamt geringer ist, wird nicht nur nachts, sondern auch tagsüber mehr Melatonin ausgeschüttet. Bei Menschen mit einer Winterdepression sind zudem die Sehzellen im Auge weniger lichtempfänglich als bei anderen Menschen. Sehr wahrscheinlich ist auch das Glückshormon Serotonin an der Entstehung der Winterdepression beteiligt. Es wird für die Produktion von Melatonin benötigt. Die Folge: Der Serotonin-Spiegel im Blutspiegel sinkt. Auch das hat Einfluss auf die Stimmung. Diesen Mangel versucht das Gehirn durch eine gesteigerte Lust auf Süßes auszugleichen. Zucker und Nahrungsmittel wie Schokolade liefern den Gehirnzellen wieder mehr Serotonin. Sonne und Natur pur Bewegung in frischer Winterluft, wenn glitzernde Schneekristalle die Sonnenwirkung verdoppeln, dann siegt die Wintersonne auch über den Herbstblues und anderen depressiven Phasen! Das wirksamste Gegenmittel gibt es nämlich in keiner Apotheke zu kaufen. Es heißt Sonnen-Licht und erhellt das Gemüt. Licht macht gute Laune. Licht macht aktiv, macht uns wach und munter, produziert positive Emotionen. Wenn die klare, kalte Winterluft trotz Wintersonne im Minusbereich bleibt, dann ist Bewegung an der frischen Luft pure Medizin ... ganz ohne Beipackzettel und ganz ohne Fragen an Arzt oder Apotheker. Naturmedizin Sonnenlicht. Foto: © Harald Wisthaler/Archiv Tourist Info Antholzertal

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