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Radius Alpine Technologien 2015

aktuell 8 08/2015 08/2015 9 TechnoAlpin wird gelb Zu Beginn waren die Schneeerzeuger der snow experts noch graublau. Dass sich Gelb als Farbe durchgesetzt hat, verdankt TechnoAlpin Wolfgang Schneider aus Seefeld, der schon Handelspartner der Firma WI.TE. war. Seiner Ansicht nach funktionierten die Maschinen zwar gut, waren aber optisch nicht ansprechend. „Herr Schneider hat uns gebeten, ihm gelbe Maschinen zu liefern. Es machte für uns aber keinen Sinn in jedem Skigebiet Schneeerzeuger in einer anderen Farbe stehen zu haben. Da die Farbe Gelb als Signalfarbe gut funktionierte, haben wir uns dazu entschlossen, künftig alle Schneeerzeuger gelb zu machen,“ berichtet Walter Rieder. „Im Nachhinein betrachtet war das natürlich ein echter Glücksfall. Wir haben am Anfang versucht, die Maschinen so unauffällig wie möglich zu machen. Daher waren unsere Maschinen fast schon mausgrau. Heute sind wir sehr froh darüber, damals die gelbe Farbe gewählt zu haben. Das kam viel besser an. Einige Kunden haben sogar gemeint, die gelben Maschinen würden besser funktionieren als die grauen, obwohl sie identisch gebaut waren,“ schmunzelt Gummerer. Die Automatisierung bringt neue Möglichkeiten Mitte der 90er gab es einen weiteren großen Meilenstein in der Produktentwicklung: Die Automatisierung hielt Einzug in die technische Beschneiung. Das Modell Baby auf Turm wurde als Standard-Niederdruck-Maschine eingeführt und ATASS als Visualisierungssoftware entwickelt. 1996 gründete die TechnoAlpin auch die ersten Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Bozen waren zu dieser Zeit sieben Mitarbeiter beschäftigt. „Zu Beginn haben wir uns schon gefragt, ob unsere Unternehmensgründung zu spät kommt. Als die TechnoAlpin gegründet wurde, gab es bereits einige Unternehmen am Markt, die Schneeerzeuger produzierten. Im Laufe der Zeit hat sich aber gezeigt, dass die Entwicklung erst ganz am Anfang stand und der Markt noch viel Potential hatte“, berichtet Erich Gummerer. Zu Beginn wurde nur punktuell beschneit, im Laufe der Jahre stellte sich aber heraus, dass künftig flächendeckende Beschneiung gewährleistet werden musste. Jene Skigebiete, die früh auf technische Beschneiung setzten, hatten einen großen Vorteil, besonders in schneearmen Wintern. „Früher war es den Leuten egal, wenn sie nicht Skifahren konnten. Dann gingen sie im Urlaub eben spazieren. Für die Skigebiete war das natürlich eine Katastrophe. Wenn die Leute heute nicht Skifahren können, kommen sie nicht“, beschreibt Erich Gummerer seine Erfahrungen mit dem Wintertourismus. Technische Beschneiung ist also zur Voraussetzung für den Wintertourismus an sich geworden. Mit der technischen Beschneiung stiegen auch die Ansprüche der Skifahrer. Sie erwarteten sich einfach immer eine perfekte Piste, egal ob es Naturschnee gab oder nicht. Das trug wesentlich zur Entwicklung der Schneeerzeuger bei, die immer weiter optimiert wurden. aktuell Neue Turbinentechnik mit doppelter Drehzahl Nach zehn Jahren im Einsatz wurde die M90 1999 von dem Nachfolgemodell M20 abgelöst. Damit einher ging eine neue Turbinentechnik. Parallel zur neuen Turbinentechnik gab es bei TechnoAlpin 1999 eine weitere Neuheit, die sich bis heute bewährt hat. Der ölfreie Kompressor wurde eingeführt. „Wir wollten nicht, dass durch technische Beschneiung auch nur ein Tropfen Öl, in die Umwelt gelangt. Daher haben wir alles daran gesetzt, einen zuverlässigen und energieeffizienten ölfreien Kompressor zu entwickeln“, berichtet Gummerer. Das Ziel wurde erfüllt. Seit 1999 ist jeder Schneeerzeuger, egal ob Lanze oder Propellermaschine, ob Automatik oder manuell, mit einem ölfreien Kolbenkompressor ausgestattet. Über 20.000 Stück wurden seitdem in Umlauf gebracht, die Fehlerquote liegt bei unter 1%. 1999 wurde auch das Betriebsgelände in Bozen erweitert. 21 Mitarbeiter waren damals in Bozen beschäftigt. Nur drei Jahre später wurde ein weiteres Erfolgsmodell auf den Markt gebracht: Die M18. 2002 stieg die Zahl der verkauften Schneeerzeuger pro Jahr erstmals auf über 1.000 Stück. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei über 60. Das Hauptaugenmerk der TechnoAlpin liegt weiterhin auf Forschung und Entwicklung, 2005 stieg die Investition in diesem Bereich erstmals auf über 1 Million Euro. „In Zukunft wird der Fokus sicher auf dem effizienten Einsatz der Ressourcen liegen. Wir wollen Schnee mit so wenig Energie und Wasser wie möglich erzeugen. Das schützt die Umwelt und bringt langfristig eine Kostenersparnis“, verrät Gummerer die Zukunftspläne von TechnoAlpin. „Und natürlich geht es auch in Zukunft darum, vor allem eine Gruppe an Menschen zufriedenzustellen: die Skifahrer. Das war bislang unser Erfolgsrezept und wird es auch bleiben. Der Skifahrer soll sich auf unserem Schnee wohl fühlen.“ Jonson Controls Neige wird übernommen 2012 stellt ein weiteres bedeutendes Jahr in der Firmengeschichte dar. Der Mitbewerber Jonson Controls Neige aus Frankreich wurde von TechnoAlpin übernommen, 2014 wurden die beiden Unternehmen unter dem Dach der TechnoAlpin vereint. Die Mitarbeiter wurden übernommen, die Produktpalette des ehemaligen Mitbewerbers weitergeführt. Damit wurde das Sortiment vor allem im Bereich der Schneilanzen enorm erweitert. Gleichzeitig überzeugen neu entwickelte Schneeerzeuger, wie etwa die geräuscharme, aber äußerst leistungsstarke Propellermaschine TF10. „2015 bauen wir erstmals mehr als 1.000 Schneeerzeuger eines Modells – der TF10“, berichtet Gummerer stolz vom Erfolgsmodell. Im Bereich der Software machen neue Management-Tools und eine detaillierte Wettervorhersage die Beschneiung noch effizienter.

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