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„Na, wie gefällt es dir an unserer Kindertafel?“,
fragt mich plötzlich eine Stimme. Sie
gehört Christoph Kofler, dem Hausherren des
Familienhotels Maria. „Gut“, gebe ich zögernd
zurück, „nur dass ständig von meinem Teller
genascht wird, finde ich nicht in Ordnung!“
„Tut mir wirklich leid, aber wir sind komplett
ausgebucht und hatten keinen anderen Tisch
mehr für dich frei“, erklärt mir Christoph und
klopft mir freundlich auf die Schulter.
Mit einer ausladenden Handbewegung stellt
er mir meine Tischgesellschaft als „Bolognese-Banditen“
vor. „Habt ihr ihm auch alle
Fleischbällchen gemopst?“, fragt er freudig.
„Jaaaaaa!“, kommt es aus zwölf Kinderkehlen
zurück. „Du hast ihnen diesen Floh ins Ohr gesetzt?“,
frage ich entsetzt. „Nichts ist umsonst.
Sitzplatz gegen Fleischbällchen“, lacht er. „Sorry,
aber so war der Deal.“
Ein wenig später sitze ich mit Christoph auf
der großzügigen Terrasse des Hotels Maria,
schaue auf das herrliche Panorama der Südtiroler
Dolomiten und trinke einen Cappuccino.
Ich genieße es, die Beine wieder ausstrecken
zu können und mein Getränk für mich allein
zu haben. „Der Tisch war doch ein bisschen
klein“, erkläre ich Christoph. „Das glaube ich
dir gern, der ist ja auch für Kinder gemacht“,
grinst er. „Unser Haus ist eben ein Familienhotel
und damit natürlich auch auf Kinder
zugeschnitten.“
Nicht nur die vier Smileys (Sterne für Kinderhotels)
an der Außenwand des Gebäudes unter-
©pedaliéro #01/10 ^Text: Marco Knopp °Bild: Hotel Maria
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