Get the FLASH PLAYER to view this magazine:
- or -
View as HTML version
Sofja ist achtzehn und LevTolstoi vierunddreißig, als er
ihr einen Heiratsantrag macht. Es ist der Beginn einer
Ehe, die 48 Jahredauert. Am Anfang herrscht Familienglück,
am Ende viel Krieg und kein Frieden.
„Ich bin so verliebt, ich erschieß mich.“ Die Beziehung
zwischen Lev Nikolajewitsch Tolstoi und Sofja Andre-
jewna Tolstoja beginnt in großem Überschwang. Doch
schon bald bekundet er,dass in seiner Liebe zu ihr eine
„Ruhepause eingetreten“sei. FürSofja brachte die Ehe
sechzehn Schwangerschaften und den Verzicht auf
eine eigene, vielversprechende Dichterkarriere. Für
Lev war Sofjas Liebe irgendwann nur noch mit einem
Stoßseufzer zum Herrgott zu ertragen und mündete
in den vielzitierten Satz: „Am Ende meines Lebens
fürchte ich nur noch den Nobelpreis und meine Frau.“
Den Nobelpreis konnte der Autor allerdings abwen-
den. Und seine Todesstunde hat erohne seine Frau
verbracht.
Aus dem Briefwechsel zwischen den beiden und aus
Tagebuchaufzeichnungen hatAndrea Clemen ein Dia-
logstück über das Lieben und das Leiden verfasst. Das
Schauspielerpaar Brigitte Karner und Peter Simoni-
schek wirft einen Blick in den Spiegel einer emotional
aufgeladenen Ehe und findet sich im zeitlosen Kampf
der Geschlechter wieder.
Ist das dieLiebe?
Lev Tolstoi und seine Frau Sofja
vonAndrea Clemen
Hilf mir, Herr, sie in Liebe zu ertragen!
Mittwoch, 07.03.2012
Brixen, Forum
Donnerstag, 08.03.2012
Meran, Stadttheater
Beginn: 20 Uhr
Keine Einführung
Dauer: ca. 1Stunde 30 Minuten
Special nach den Aufführungen:
„Feuriges Dinner“ für alle, die es gerne
etwas schärfer mögen (siehe S. 90/91)
Südtiroler KULTURinstitut | 41